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18. Dezember 2018

Nur fünf Minuten auf der Schachuhr

„Am liebsten hätte ich dem Turnier abgesagt“, sagt Kerstin Kunze. Dass die Cottbuserin bei der deutschen Blitzschachmeisterschaft in Bamberg Anfang Dezember so gut abschneidet und am Ende sogar Vizemeisterin wird, damit hatte sie vorher nicht gerechnet.

Stress und wenig Zeit zur Vorbereitung – Kerstin Kunze hatte nicht die besten Turnier-Voraussetzungen. Dazu noch wenig Schlaf, schließlich begann ihre Zugreise zum Austragungsort bereits um fünf in der Früh. „Aber ich hatte mich auch gefreut bekannte Gesichter wieder zu sehen“, so ihre Motivation.

Kerstin Kunze ist in der deutschen Schachszene keine Unbekannte. 1989, im Alter von 17, wurde sie DDR-Schachmeisterin in Zittau. Sie nahm an nationalen und internationalen Turnieren teil und spielte für verschiedene Vereine in der deutschen Schach-Frauenbundesliga. Seit 2003 führt die heute 47-Jährige den Titel Internationaler Meister der Frauen, ein Titel unterhalb dem eines Großmeisters, dem höchsten vom Weltschachbund verliehenen